Heizwerte und Wirkungsgrade
Heizwerte werden vom Wassergehalt bestimmt:
Der obere Heizwert Ho und der untere Heizwert Hu
Unter Heizwert ist die bei der Verbrennung von 1 kg Holz freiwerdende Wärmemenge zu verstehen.
Sie wird in kWh/kg, häufig auch noch in der veralteten Form - in kcal/kg gemessen.
Bei 0% Wasser bzw. Feuchtegehalt (atro) beträgt der obere Heizwert Ho bei Laubholz ca. 4,6 kWh/kg (4.000 kcal/kg) und bei
Nadelholz ca. 5,4 kWh/kg (4.700 kcal/kg). Der größere Heizwert des Nadelholzes - pro kg! - ist in dem höheren Harzgehalt begründet. Dafür ist beim Nadelholz der Feuchtegehalt (bei gleichen Bedingungen) im Allgemeinen etwas höher, bedingt durch die größere Porösität.
Die Verbrennung von Holz mit hohem Feuchtegehalt bedeutet also den Verlust wertvoller Wärmeenergie. Bei zunehmendem Wassergehalt muß ein immer größerer Anteil der im Holz enthaltenen Wärmemenge für die Verdampfung des Wassers aufgewendet werden. Dieser Wärmeanteil verschwindet mit dem Wasserdampf - der außerdem das Abgasvolumen unerwünscht ausweitet - nutzlos aus dem Schornstein.
Der Wirkungsgrad von Öl- und Gasheizungen ist bei modernen Anlagen übers ganze Jahr fast konstant und sehr hoch (ca. 90%). Bei Holzheizungen hingegen hängt der Wirkungsgrad u.a. von der jeweiligen Wärmeabnahme bzw. von der Einschaltdauer der automatischen Beschickung ab. Bei Vollast kann er zwar ebenfalls bei ca. 90% liegen; je weniger Wärme aber verbraucht wird, um so geringer wird er. Diese letztere Tatsache wird meist in Prospekten verschwiegen.
Entscheidend für Rentabilitätsberechnungen ist aber nicht der Vollastwirkungsgrad, sondern der Jahreswirkungsgrad. Also ein Durchschnittswert zwischen Vollast und Teillast, denn das Feuer muß auch dann unterhalten,
d.h. Brennstoff verbraucht werden, wenn keine Wärme abgenommen wird. (Feuererhaltprogramm)
Bei Holzfeuerungen müssen die Abgase beim Verlassen des Heizkessels noch ca. 135 -150°C und beim Austritt aus dem Kamin noch ca. 60°C heiß sein, da bei feuchtem Holz sich aggressives Kondenswasser bilden kann. Auch diese Besonderheit der Holzfeuerung
bedingt einen geringeren Wirkungsgradgegenüber Öl- oder Gasheizungen.
Heizwerte der Holzsorten
Hier sehen Sie die Heizwerte der einzelnen Holzsorten. Laubholz hat bezüglich des Holzvolumens einen höheren Brennwert als Weichholz. Auf das Holzgewicht bezogen liegt der Brennwert von Weichholz deutlich höher als der von Hartholz. Daher haben gepresste Späne in Form von Holzbriketts oder Holzpellets aus Weichholz den eigentlich etwas besseren Brennwert. Durch das Harz (Lignine) im Weichholz halten die geressten Produkte durch die Verwendung eines hohen Weicholzanteils besser die Form.
Holzart Heizwert je Raummeter Heizwert je Kilogramm
Rotbuche 2100 kWh 4,2 kWh
Eiche 2100 kWh 4,2 kWh
Esche 2100 kWh 4,2 kWh
Birke 1900 kWh 4,3 kWh
Laubholz im ø 2100 kWh 4,2 kWh
Fichte 1600 kWh 4,4 kWh
Kiefer 1600 kWh 4,4 kWh
Douglasie 1700 kWh 4,4 kWh
Nadelholz im ø 1600 kWh 4,4 kWh
Energieträger Menge Heizwert/Energieinhalt (kWh)
Flüssiggas 1 kg 12,8
Heizöl EL 1 Liter 10
Erdgas 1 m³ 8,9
Steinkohlenbriketts 1 kg 8,7
Steinkohle 1 kg 7,0 – 8,3
Steinkohlenkoks 1 kg 7,9
Braunkohlebriketts 1 kg 5,4
Kokereigas/Stadtgas 1 m³ 4,4
Brennholz (1m³=700 kg) 1 kg 4,2
Brenntorf (lufttrocken) 1 kg 3,9
Braunkohle 1 kg 2,4
Elektrischer Strom 1 kWh 1,0
Pellets 1Kg 4,9